Biber-Monitoring – ein Großprojekt des NSI Leipzig

Das NSI koordiniert landesweite und regionale faunistische Erfassungs- programme, u. a. für den Elbebiber (castor fiber elbicus). font>
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Im Auftrag des sächsischen Landesamtes für Umwelt und Geologie fungiert das NSI als Koordinator des Elbebiber-Monitorings im Rahmen der Umsetzung der FFH-Richtlinie der EU. Für den Zeitraum von 2003 bis 2005 erfolgt landesweit in etwa 285 Biberrevieren eine einmalige Begehung zum Nachweis der Präsenz anhand von vorgefundenen Aktivi- tätsmerkmalen (Baue, Dämme, Schnitte, Markierungen). In cirka 25 Prozent der Revie- re erfolgt zudem eine quantitative Erfassung der Biberbestände durch Ansitzkontrollen. Nach Abschluss der Freilandarbeiten werden alle aufgenommenen Daten im NSI zusam- mengeführt, und es erfolgt eine zentrale Ein- gabe in die dafür vorgesehene Datenbank. Parallel dazu erfolgte im Jahr 2004 die Bear- beitung eines Werkvertrages des Staatlichen Umweltfachamtes Leipzig zur Entwicklung methodischer Vorgaben zum Biber-Monito- ring in Nordwest-Sachsen.

Spuren des Elbebibers. Foto: NSI Leipzig |
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Ziel dieser Studie war es, ein Methodenin- ventar zu entwickeln, das die Erhebung nach- vollziehbarer Bestandsdaten bei einem rea- listischen Arbeitsaufwand und zugleich eine einheitliche Anwendbarkeit durch die jewei- ligen Biberbetreuer und -kartierer ermöglicht. Dazu erfolgte in 120 Biberrevieren der Land- kreise Torgau-Oschatz, Delitzsch und Mul- dentalkreis eine punktgenaue Kartierung aller alten und neuen aktivitätsanzeigenden Merkmale. Aufbauend auf dieser Daten- grundlage wurde danach am Computer eine Revierabgrenzung vorgenommen. Zudem wurden in den Revieren gezielte Ansitzkon- trollen zur Bestandsermittlung durchgeführt und die Einsatzmöglichkeiten verschiedener technischer Hilfsmittel (Bild- und Tonauf- zeichnungsgeräte) zur Biberzählung getestet.
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