Studie zu Eingriffen in Natur und Landschaft

Das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft hatte laut Umwelt-
bericht des Jahres 1998 ein erhebliches Defizit bei Ausgleichs- und Ersatz-
maßnahmen nach Eingriffen in Natur und Landschaft festgestellt. In einer Stu-
die des NSI, AG Region Leipzig, wurden deshalb fünfzig Bauvorhaben (vorwie-
gend in den Jahren 1996 bis 1998 realisierte) im Freistaat Sachsen unter die-
sem Aspekt geprüft.
Die Mitarbeiter des Instituts stützten sich bei ihren Recherchen auf Unterlagen aus dem NABU-Archiv, führten Gespräche mit Behörden und kontrollierten die Realisierung der geplanten Ausgleichsmaßnahmen vor Ort. Dazu gehörten Abwasseranlagen, Freizeit- und Sportprojekte sowie Gewerbegebiete. Aus die-
sen Untersuchungen ergab sich, dass die Umsetzung der geplanten Aus-
gleichspflanzungen bei einem erheblichen Teil der Vorhaben mangelhaft war. Die Ausarbeitung landschaftspflegerischer Begleitpläne ließ ebenfalls oft zu wünschen übrig, und es kam vor, dass mangelhafte Pläne auch noch mangel-
haft umgesetzt worden waren.
Es konnten aber auch gute Erfahrungen gemacht werden, zum Beispiel mit der Bahn-AG und mit Straßenbaubehörden. Ein Unternehmen, das seine Pflicht ernst genommen hatte, war beispielsweise ein Autohaus im Raum Hohburg, das als Ausgleich für Versiegelungen zahlreiche Sträucher pflanzen, Baumhecken und ein Gewässer anlegen ließ.
Nach Abschluss der Studie war es Angelegenheit des Sächsischen Umwelt-
ministeriums, Konsequenzen aus diesen Ergebnissen zu ziehen.


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